Ausgabe Mai 2007, Walter Bucksch, www.volkstanzkreis-freising.de

Hodalump

Erna Schützenberger hat 1955 den Tanz "Hodalump" in der Gegend von Hauzenberg, im Bayerischen Wald, ca. 15 km nordöstlich von Passau, aufgeschrieben und ihn in "Spinnradl, Unser Tanzbuch", Folge 1, Seite 13, Musikverlag Josef Preissler, München, 1974, veröffentlicht. Nach Ausführungen von Wolfgang A. Mayer, vom Institut für Volkskunde in München, fand sich der Hodalump bereits 1923 im Notenbüchl von Erhart Michael aus Grafenkirchen. Dieser Ort liegt ca. 10 km nördlich von Cham. Der Hodalump ist demnach wohl im Bayerischen Wald entstanden und dort verbreitet. Die Schreibweise für den Tanz ist verschieden. Sie kann Hadalump, Hodalump, Hodernlump und vielleicht auch noch anders sein. Im Aufbau ist der Tanz der Bärnhöhl sehr ähnlich. Auf öffentlichen Volkstanzfesten in unserer Gegend kommt er nicht sehr häufig vor, wohl auch deswegen, weil er wegen der ziemlich schnellen Bewegungen leicht hektisch wirken kann.
Musikquelle: Doppel-CD "Tanzn tua i gern", CD Best. Nr. 99-01.
Kontaktadresse: Polysound Musikverlag - Zwiesel, Bayrischer Wald
Tanzbeschreibung
Beliebig viele Paare auf der Tanzfäche, möglicht in konzentrischen Kreisen, normale Tanzhaltung, der Bursch mit dem Rücken zur Kreismitte. Er beginnt mit dem linken, sie mit dem rechten Fuß in Tanzrichtung. Die Musik ist im 2/4 Takt. Keine Tanzbewegung während des Vorspiels.
Takt Schritte und Bewegungen
1. Figur: Drei Seitgaloppschritte und ein Nachstellschritt in und gegen Tanzrichtung.
1,2 In der ersten Zählzeit des ersten Taktes machen Bursch und Dirndl einen Schritt in Tanzrichtung. Er beginnt mit dem linken, sie mit dem rechten Fuß. Dann stellen beide den anderen Fuß nach, springen auf diesen und heben gleichzeitig den ersten, er seinen linken, sie ihren rechten Fuß, vom Boden ab (Seitgaloppschritt).
In zweiten Zählzeit folgt ein weiterer Seitgaloppschritt in Tanzrichtung, wie gerade beschrieben.
In der ersten Zählzeit des zweiten Taktes macht das Paar den dritten Seitgaloppschritt in Tanzrichtung und in der zweiten Zählzeit einen Schritt in Tanzrichtung, er mit dem linken, sie mit dem rechten Fuß, und stellen dann den anderen ohne Gewichtsübertragung bei (Nachstellschritt).
3,4 Drei Seitgaloppschritte und ein Nachstellschritt gegen Tanzrichtung. Die Bewegungen sind gegengleich zu den in den Takten 1 und 2 beschriebenen. Er beginnt mit dem rechten, sie mit dem linken Fuß.
Diese Figur tanzt man am besten mit kleinen Schritten, damit die Geschwindigkeit nicht zu groß wird und die Richtungsumkehr innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit auch bei glattem Tanzparkett gelingt.
2. Figur: Zweischrittdreher im ↷ und gegen den Uhrzeigersinn ↶.
5-8 Vier Takte Zweischrittdreher im Uhrzeigersinn  um die Paarachse. Er beginnt mit dem linken, sie mit dem rechten Fuß. Am Ende von Takt 8 wird die Drehung abgestoppt. Mit kleinen Schritten tanzen!
9-12 Vier Takte Zweischrittdreher gegen den Uhrzeigersinn  um die Paarachse. Dieser Dreher soll so enden, daß er wieder mit dem Rücken zur Kreismitte steht.

Damit ist ein Durchgang beendet. Der Tanz geht weiter mit dauernder Wiederholung der Figuren 1 und 2.